4. Spieltag 2. Bundesliga Nordost:

Showdown in Jerze:

Zum "Showdown" kam es am letzten Spieltag der 2. Bundesliga Nordost in Jerze. Mit der SG`94 Hannover, den Spandauer Filzteufeln und dem Gastgeber TKV Jerze trafen zufälligerweise die drei Mannschaften direkt aufeinander, die noch die besten Aufstiegschancen in die 1. Bundesliga hatten. Die beste Ausgangsposition hatten dabei die Filzteufel aus Berlin inne, die sich bisher mit 10:0 Punkten schadlos gehalten hatten. In Lauerstellung positionierten sich die Jerzer Kicker mit 7:3 Punkten und die Hannoveraner mit 6:4 Zählern. Aufgrund der weiteren Anfahrt kam es zuerst zur Begegnung von Jerze und Hannover, danach Hannover gegen die Filzteufel und zum Abschluß dann das Duell der Filzteufel gegen den Gastgeber Jerze.

Alle drei Mannschaften konnten in Bestbesetzung antreten. Im ersten Spiel der Jerzer gegen Hannover erwischten die Kicker aus dem Ambergau den besseren Start und führten mit 8:4 und 10:6. Durch eine 0:4 Runde gefolgt von einer unentschiedenen ging es beim Stand von 12:12 in die letzten vier Partien. Während auf der einen Platte Christian Reymann mit sage und schreibe 0:1 gegen den lautstarken Fred Elesbao verlor, konnte auch der Jerzer Routinier Andreas Hofert beim 1:3 gegen den Newcomer Luc Kaouane nichts ausrichten. Somit mussten Marcel Kreuzweiß und Tobias Witte beim 12:16 Zwischenstand die letzten beiden Spiele unbedingt gewinnen. Während Witte beim 4:1 gegen Erik Overeschh keine Probleme hatte, musste Kreuzweiß beim 4:3 gegen Olaf Holzapfel schon alles geben, um letztlich die Punkte zum Gesamt-Unentscheiden zu holen. Mit 16:16 Punkten und 46:49 Toren verabschiedeten sich die Hannoveraner damit aus dem Aufstiegstitelrennen. Sie konnten lediglich im folgenden Spiel gegen die Filzteufel aus Berlin noch versuchen, dem Favoriten ein Bein zu stellen und womöglich den Jerzern zum Aufstieg zu verhelfen. Bester Jerzer war Marcel Kreuzweiß mit 6:2 Punkten. Andreas Hofert hatte mit 1:7 Punkten ebenso wie Erik Overesch auf Hannoveraner Seite einen eher gebrauchten Tipp-Kick Tag erwischt. Bester und wie immer lautester Hannoveraner war der sympatische Fred Elesbao mit 7:1 Punkten.

Im Spiel von Hannover und den Spandauer Filzteufeln konnten die Landeshauptstädter aus Hannover bis zur Spielmitte das Spiel noch offen gestalten. Nach dem 7:9 folgte ein vorentscheidendes 7:13 und 9:15. Vater und Sohn Bialk blieb es vorbehalten, in den Spielen gegen Kaouane und Elesbao für die notwenigen Punkte zum Sieg und damit Aufstieg zu sorgen. Am Ende ging das Spiel verdient an die Berliner, die mit 20:12 Punkten und 45:35 Toren den Erstligaaufstieg feiern konnten. GLÜCKWUNSCH nach Berlin!!!

Im bedeutungslosen letzten Spiel zwischen den Filzteufeln und Jerze wurde für Andre Bialk Uwe Scheffler eingewechselt. Ob dies den Rhythmus der Hauptstädter durcheinanderbrachte? Auf jeden Fall zeigten sie kaum Gegenwehr und bereits 4 Spiele vor dem Ende stand der Jerzer Sieg fest. Am Ende hieß es 24:8 für Jerze bei 78:50 Toren. Damit brachten die Jerzer ihrem Gegner die einzige aber wohl in der Konstellation einkalkulierte Niederlage bei. Bester Jerzer in einer geschlossen guten Mannschaftsleitsung war erneut Marcel Kreuzweiß mit 7:1 Punkten. Daniel Bialk erreichte auf Spandauer Seite 4:4 Zähler.

Mit 10:4 Punkten belegen die Jerzer mit einem besseren Spielpunktverhältnis als der Aufsteiger aus Spandau den zweiten Platz in der 2. Bundesliga Nordost und dürfen damit auch im nächsten Jahr wieder Zweitligaluft in Jerze schnuppern. Tobias Witte belegte zudem punktgleich mit Fred Elesbao den zweiten Platz in der Einzelwertung der 2. Bundesliga Nordost. Die Plätze 5 (Marcel Kreuzweiß), 14 (Christian Reymann) und 17 (Andreas Hofert) rundetetn die insgesamt gute Mannschaftsleistung in allen Spielen.